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Neues Projekt zur Digitalisierung der Wasserzeichen an der Bayerischen Staatsbibliothek

Erschließung und Digitalisierung der Wasserzeichen in den Musikhandschriften der Bayerischen Staatsbibliothek bis zum Ende des 17. Jahrhunderts

Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt eine international bedeutende Sammlung von handschriftlichen Musikquellen aus der Zeit des Spätmittelalters und der Renaissance. Hierzu zählen die großformatigen Chorbücher aus der Münchner Hofkapelle des 16. Jahrhunderts ebenso wie klösterliche Sammelhandschriften und Musikmanuskripte aus den Privatbibliotheken von Humanisten, Patriziern und Kaufleuten.

Durch zwei großangelegte Erschließungs- und Digitalisierungsprojekte konnten die Manuskripte mit mehrstimmiger Musik in den letzten Jahren für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aufgenommen wurden hierbei die in den gedruckten Katalogen Bayerischer Musiksammlungen (Band 5,1 und 5,2) nachgewiesenen Handschriften. Eine kodikologische Ergänzung in der Erschließung erlaubt nun ein Vorhaben zur Digitalisierung und Katalogisierung der Wasserzeichen. Mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) werden ab Mai 2018 über einen Zeitraum von zwei Jahren alle enthaltenen Wasserzeichen durch thermografische Aufnahmen erfasst, über die Online-Angebote der Bayerischen Staatsbibliothek kostenfrei bereitgestellt und in etablierten Fachdatenbanken wie dem RISM Online-Katalog und dem Wasserzeichen-Informationssystem (WZIS) nachgewiesen.

 

 

Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Bernhard Lutz.

 

Kategorie: Bibliotheksbestände



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