English | Deutsch | Français

Pilotprojekt Wasserzeichen-Beschreibung in Kooperation mit WZIS

Die RISM-Arbeitsstelle Dresden wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz bei einem Pilotprojekt zur Wasserzeichen-Dokumentation unterstützt, das im laufenden Jahr in Kooperation mit dem „Wasserzeichen-Informationssystem“ (WZIS) erprobt wird. WZIS erschließt dezentrale Sammlungen von Wasserzeichen in einer gemeinsamen Datenbank, deren Internet-Präsentation frei zugänglich ist. Die Datenbank ermöglicht die dezentrale Eingabe und Verknüpfung digitalisierter Abbildungen von Wasserzeichen mit ihren Metadaten wie: Trägerhandschrift, Datierung und gegebenenfalls Anfertigungsort, Motiv und physische Beschreibung des Wasserzeichens, Angaben zur Papiermühle/zum Papierhersteller etc. Grundlage für eine projektübergreifende, homogene Erschließung der Wasserzeichen ist das Befolgen verbindlicher Richtlinien und die Verwendung einer einheitlichen Klassifikation. Die seitens der RISM-Arbeitsstelle Dresden eingegebenen Wasserzeichen-Datensätze in WZIS und die entsprechenden Datensätze der Handschriftenbeschreibungen (RISM-Titelaufnahmen) in Kallisto werden gegenseitig  verlinkt, so dass sich die Informationen wechselseitig ergänzen und für die Nutzer beider Online-Portale kostenfrei zur Verfügung stehen. 

Zu den bisher an WZIS beteiligten Institutionen (Landesarchiv Baden-Württemberg, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Bayerische Staatsbibliothek, Deutsche Nationalbibliothek, Universitätsbibliothek Leipzig, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Österreichische Akademie der Wissenschaften) kommt nun die RISM-Arbeitsstelle Dresden hinzu. Um eine optimale Vorbereitung dieses Pilot-Projekts zu gewährleisten, fand am 24. und 25. Februar 2015 in den Räumen der RISM-Arbeitsstelle Dresden eine Mitarbeiterschulung statt. Unter der Anleitung von Dr. Erwin Frauenknecht wurde das Klassifizieren von Wasserzeichen, die richtliniengemäße Eingabe der Metadaten in die WZIS-Datenbank sowie die Verlinkung zwischen WZIS online und RISM online geübt.

Kategorie: Eigendarstellung



Nächster Artikel >
< Vorheriger Artikel

Veranstaltungen: Erstaufführung von wiederentdeckten Heinrich Schütz Werken

Kaum zu glauben, dass es von Heinrich Schütz immer noch neu zu entdeckende Werke gibt. Und doch werden am 1. Oktober 2015 bei der Eröffnungsveranstaltung des Internationalen Heinrich-Schütz-Festes in Dresden zwei kleine Weihnachtskonzerte des sächsischen Hofkapellmeisters nach einem fast...

weiterlesen

Neuerscheinungen: Katalog der Musikalien der Diözese Würzburg veröffentlicht

Dieter Kirsch legt dreibändigen Katalog vor und erhält die Ehrennadel der Diözese Würzburg

weiterlesen

Bibliotheksbestände: Staatsbibliotheken in Berlin und München sowie weitere sechs Forschungseinrichtungen erwerben historisches Archiv des Schott-Verlags

Einem Käuferkonsortium ist es unter Federführung der Bayerischen Staatsbibliothek und der Kulturstiftung der Länder gelungen, das historische Archiv des Schott-Verlags in Mainz zu erwerben. Zahlreiche Förderer und die einschlägigen Forschungseinrichtungen unterstützten den Gesamtankauf.

weiterlesen

Bibliotheksbestände: Neuer RISM-Fundort: Forschungszentrum Musik und Gender in Hannover (D-HVfmg)

Die Fundorte historischer Musikquellen in Deutschland sind, wenn auch nicht vollständig erschlossen, so doch allesamt längst bekannt – könnte man meinen. Weit gefehlt: Immer wieder verschwinden ganze im RISM nachgewiesene Bestände (z.B. durch die Schließung kirchlicher Predigerseminare), werden...

weiterlesen

Wiederentdeckt: Unbekannte Lieder von niederländischer Komponistin in Köln entdeckt

In der Bibliothek der Hochschule für Musik und Tanz Köln (D-KNh) konnten neun bisher unbekannte Lieder der Komponistin Anna Merkje Cramer (1873-1968) identifiziert werden, die dort bisher auf Grund eines Lesefehlers unter falschem Namen katalogisiert waren. Cramer war Schülerin von Wilhelm Berger,...

weiterlesen