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Musikbibliothek Carl Ferdinand Becker

Bei der Erfassung der Musikhandschriften, die detaillierte Angaben zur Quelle aufnehmen soll, wird mit der RISM-Arbeitsstelle Dresden zusammengearbeitet. Julia Neumann, die für die Katalogisierung der Musikhandschriften  zuständig ist, besuchte am 23. April die RISM-Arbeitsstelle Dresden, um mit Andrea Hartmann Richtlinien-Fragen zu besprechen.

Carl Ferdinand Becker (1804-1877)  erhielt seine musikalische Ausbildung durch den Thomaskantor Johann Gottfried Schicht sowie die Organisten Friedrich Schneider und Johann Andreas Dröbs. Er war 1820 bis 1833 als Geiger im Gewandhausorchester angestellt, 1825 wurde er Organist an der Peterskirche in Leipzig, 1837 an der Nikolaikirche. 1843 folgte die  Berufung zum Orgellehrer an das neugegründete Leipziger Konservatorium. Beckers Interesse an der Musikgeschichte weckte seine Sammelleidenschaft für Musikquellen und –theoretika.  In 30 Jahren entstand eine umfangreiche Bibliothek, die ihm als Grundlage für seine Arbeit als Organist, Lehrer, Komponist und Musikschriftsteller diente. Diese Privatbibliothek stiftete Becker 1856 der Stadtbibliothek Leipzig, in der sie noch heute aufbewahrt wird. Überliefert sind ca. 1.900 Musikalien in 575 Handschriften und 1.325 Drucken, daneben 1.400 Musiktheoretika sowie 280 Bände mit Texten zu Vokalwerken, Konzerten und Opernprogrammen.

Kategorie: Bibliotheksbestände



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