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Neuer RISM-Fundort: Forschungszentrum Musik und Gender in Hannover (D-HVfmg)

Handschriftliche Liedersammlung, [um 1790], Archiv fmg (Foto: Karina Seefeldt)

Die Fundorte historischer Musikquellen in Deutschland sind, wenn auch nicht vollständig erschlossen, so doch allesamt längst bekannt – könnte man meinen. Weit gefehlt: Immer wieder verschwinden ganze im RISM nachgewiesene Bestände (z.B. durch die Schließung kirchlicher Predigerseminare), werden umgelagert oder  mit anderen zusammengeführt. Aber es gibt auch den umgekehrten Fall, in historischen Archiven und Bibliotheken, die bisher damit noch gar nicht in Verbindung gebracht wurden, wird entdeckt, dass sich darin auch Musikdrucke oder -handschriften befinden. Oder es kommt zur Neugründung von Instituten, die sich unter anderem die Erforschung eines ausgewählten musikalischen Bereichs zum Ziel gesetzt haben. Ein solcher Fall liegt bei dem 2006 gegründeten Forschungszentrum Musik und Gender (fmg) vor, das von der Mariann Steegmann Stiftung zur Förderung von Frauen in Kunst und Musik finanziert wird und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover beheimatet ist. Neben zahlreichen anderen Dokumenten aus dem Bereich Musik und Gender wird auch ein bedeutender Bestand von historischen Musikdrucken und -handschriften vom 18. bis zum 20. Jahrhundert zusammengetragen, meist durch gezielte Ankäufe auf dem Antiquariatsmarkt aber auch durch Schenkungen. Ein Beispiel dafür ist eine Sammelhandschrift (s. Abbildung) aus dem Besitz Juliane Bendas, einer Tochter Franz Bendas, später verheiratet mit Johann Friedrich Reichardt. Im Zuge der Katalogisierung der Musikhandschriften in der Bibliothek der Hochschule für Musik, Theater und Medien sollen in den nächsten Monaten auch die ca. 80 Musikhandschriften wie auch die RISM-relevanten Drucke des fmg in die RISM-Datenbank aufgenommen werden.

Kategorie: Bibliotheksbestände



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