English | Deutsch | Français

Ausstellung: Grimmaer Musik(leben) um 1700

Dieser Beitrag stammt von Andrea Hartmann (RISM Deutschland – Arbeitsstelle Dresden):

Hingewiesen sei auf eine kleine Sonderausstellung im Rahmen der diesjährigen Tage Mitteldeutscher Barockmusik in Grimma (bei Leipzig).


„Wie der Hirsch schreyet nach frischem Wasser“ – Grimmaer Musik(leben) um 1700

 
Kreismuseum Grimma
Ausstellungszeitraum: 19. bis 28. Mai 2017
Öffnungszeiten: Dienstag–Freitag und Sonntag 10:00–17:00 Uhr

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Handschriften und Drucken aus der Musikbibliothek der Fürsten- und Landesschule Grimma, die Zeugnisse einer lebendigen und hochstehenden Kirchenmusikpflege Mitteldeutschlands im 17. und 18. Jahrhundert sind.


Die Musikaliensammlung der Fürstenschule Grimma (1550–1887) umfasst rund 1.300 Handschriften und Drucke und wird heute in der Sächsischen Landesbibliothek- Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (D-Dl) aufbewahrt. Sie dokumentiert die lebendige Musikpflege an der Landes- und Fürstenschule und steht exemplarisch für die evangelische Kirchenmusikpraxis Mitteldeutschlands. Die besondere Bedeutung dieses Bestandes liegt in der Vollständigkeit der Überlieferung über einen Zeitraum von 300 Jahren: Motetten-Sammlungen aus der Gründungszeit der Schule nach der Reformation, Einzelhandschriften, die die Entwicklung vom geistlichen Konzert zur frühen Kantate repräsentieren, sowie Abschriften von Kirchenmusik der Wiener Klassik, von Oratorien und von mitteldeutscher Kirchenmusik des späten 18. und beginnenden 19. Jahrhundert.


Die Musikhandschriften sind im RISM Online-Katalog beschrieben.
Inzwischen wurden auch rund 1.000 Handschriften im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur des Freistaats Sachsen digitalisiert. Die Digitalisate können direkt aus den Einträgen im RISM-Katalog heraus aufgerufen werden, aber auch ein Stöbern in den Digitalen Sammlungen der Sächsischen Landesbibliothek- Staats- und Universitätsbibliothek Dresden ist möglich.

 

Kategorie: Veranstaltungen



Nächster Artikel >
< Vorheriger Artikel

Wiederentdeckt: Unbekannte Lieder von niederländischer Komponistin in Köln entdeckt

In der Bibliothek der Hochschule für Musik und Tanz Köln (D-KNh) konnten neun bisher unbekannte Lieder der Komponistin Anna Merkje Cramer (1873-1968) identifiziert werden, die dort bisher auf Grund eines Lesefehlers unter falschem Namen katalogisiert waren. Cramer war Schülerin von Wilhelm Berger,...

weiterlesen

Neuerscheinungen: Neuer Band in der Schriftenreihe "Chronik der Dresdner Oper" erschienen

Band 4: Joseph Secondas "Operngesellschaft"

weiterlesen

Bibliotheksbestände: Musikhandschriften der Bayerischen Staatsbibliothek im B3Kat

Verknüpfung von RISM-Daten mit Verbundkatalog

weiterlesen

Bibliotheksbestände: Katalogisierung abgeschlossen

Musikhandschriften aus der Stadtkirche Schorndorf (als Depositum im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart) jetzt vollständig im RISM-OPAC

weiterlesen

Wiederentdeckt: Bisher nicht bekannte Komposition Johann Christoph Friedrich Bachs im Hessischen Musikarchiv Marburg entdeckt

Bei den Katalogisierungsarbeiten der Handschriftengruppe IV im Hessischen Musikarchiv (D-MGmi) trat eine bislang völlig unbekannte Gelegenheitskomposition von Johann Christoph Friedrich Bach zutage. Der in Bückeburg als Hofkapellmeister tätige zweitjüngste Sohn Johann Sebastian Bachs hat seiner...

weiterlesen